Ach, Berlin! Ich liebe Dich so sehr, wie ich Dich manchmal hasse – und das ist verdammt viel. Nach vier wunderbaren Tagen Glückseligkeit und Gehirnschmelze bei gefühlten 45°c  hast Du mich wieder auf den Boden der Realität zurück gebracht:

Strohiges Haar vom verkalkten Leitungswasser und der M41 hat mal eben lässig fast 20 Minuten Verspätung…Wer will schon pünktlich am Hauptbahnhof sein?
Aber statt einen Tourette-Anfall zu bekommen freute ich mich, dass ich zum Frühstück eingeladen wurde und somit noch genug Geld für ein Taxi übrig hatte (was dann auch im Stau stand)…

20150706_142819.jpgIn letzter Minute bin ich dann auf den quasi schon losfahrenden Zug aufgesprungen und zurück in Hamburg habe ich mir erst einmal eine Haarkur gegönnt. Der Status bleibt unverändert: es ist kompliziert!

Seit Wochen kreist wie zum schlechten Scherz eine einzige Schwalbe abends über meinem Balkon. Der Sommer wurde verschoben, da kann ich mir noch so sehr die Fußnägel lackieren. Und dann, an Tagen wie diesen mit dem unsäglichen Lärm der Harley-Days und dem gemeinen Heuschnupfen wegen dieser doofen Pappeln, denke ich sehnsüchtig an Berlin. Denn alles was doof ist findet in Hamburg statt: Harley-Days, Kreuzfahrtschiffe und Schlagermove.

Berlin hat nette Spätis, den Maybachufermarkt und sandalenfreundliche Temperaturen. Einziger Nachteil: kein Wind, zu viele Hipster und noch beschissenere Radwege. Da steht es wohl doch unentschieden in der Battle der Städte. Aber in manchen Situationen ist mir Hamburg seltsam fremd geworden: So viel Abriss in der Stadt, manche Strassenzüge sehen aus wie Milchzahnkaries, überall klaffende Lücken. So viele Geschäfte, die nicht mehr existieren und ich irre wie der alte  Mann in Wenders “Der Himmel über Berlin” durch die Strassen.  Oder ich begegne Motzknochen, die Hilfssheriff spielen und sich über Parken in zweiter Reihe mit Wahnblinker an und Radfahren auf dem Gehweg ( weil es keinen Radweg gibt!) beschweren. Uff, tief durchatmen. Immerhin haben diese Heinis ihre Frührente nicht in Küstennebel in der Eckkneipe angelegt.

Dafür  finde ich hier dann doch die besseren Kleidungsstücke, wenn ich mich dann zurecht gefunden habe: In Hamburg nennt man das zeitlos-elegant in Berlin spießig. Mir egal, ich mag Streifen. Und merke da: die Hanseatin kann alles tragen – solange es dunkelblau ist!

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Soviel gleich vorweg: Ich glaube nicht an Selbstoptimierung, so wie ich auch nicht an den lieben Gott und den Osterhasen glaube. Ich werde nie super strukturiert arbeiten, niemals weniger als 65 Kg wiegen und auch nie frühmorgens perfekt geschminkt und gutgelaunt sein. Das ist okay, ich habe damit meinen Frieden geschlossen. Es entspricht einfach nicht meiner Natur. Ich esse einfach gerne Alles, viel und vorallem Kohlenhydrate, bin ein Morgenmuffel und neige zu pandabärgroßen Augenringen. Auch durch meine regelmäßigen Yogaeinheiten bin ich keine  gelenkige Elfe geworden. Natürlich könnte meine Körperfettanteil geringer sein, aber muss ich deshalb ein schlechtes Gewissen haben und mich quälen? Ist das Leben nicht zu kostbar und zu kurz, um dauerhaft auf würziges Roggenbrot mit wunderbaren Belegen zu verzichten? Und doch muss ich immer wieder feststellen, dass es Menschen gibt, die das komplett anders sehen und mich bekehren möchten. So neulich geschehen beim Trainings-Check in meinem Fitnessstudio –  das war so seltsam absurd, zwei Welten prallten mit vielen Fettnäpfchen aufeinander:

– Was sind Deine Ziele?
– Ich will nicht einrosten und beweglich bleiben.
– Und Abnehmen?
– Nöö.
—- peinliche Stille —-

– Diese Übung ist besonders wichtig, wenn Du trägerlose Oberteile tragen möchtest, damit alles  straff ist und sich an den Seiten keine hässlichen Wulste bilden.
– Ich trage aber keine trägerlosen Oberteile, ich stehe total auf Stoff.
—- peinliche Stille —-

© Missy Magazine

© Missy Magazine

Hätte ich diesem aalglatten Coach (mit 14% Körperfettanteil, wie er nicht müde wurde zu betonen) auch erzählt, dass ich, wenn schon, gerne nackt schwimmen gehe und ich die Übersexualisierung unserer Gesellschaft bekämpfe, wäre er wahrscheinlich vor Scham und Unverständnis umgefallen.

Also noch einmal zum mitschreiben für die Welt da draußen: die Würde des Körpers ist unantastbar. Jede_r hat ein Recht darauf, mit sich selbst glücklich zu sein, egal welches Gewicht, welche Fettfaltentiefe oder Body-Mass-Index. Schönheit lässt sich viel einfacher in Humor als in Kilogramm messen.

 

Es sind die Töchter, die gefressen werden. Seit Generationen. Und jede Tochter möchte es bei ihrer Tochter/ ihren Kindern ganz anders und besser machen. Die Töchtergeneration der Protagonistin hat den Auftrag von ihren Müttern erhalten, den Feminismus voran zu treiben, politisch aktiv und korrekt zu sein und gemeinsam etwas bewirken zu wollen. Und natürlich auch nebenbei auf sich selbst zu achten und sich zu verwirklichen. Das zieht sich wie ein roter Faden durch die Biografie: 68iger Eltern, vom selbstorganisiertem Kinderladen, über die Besuchen im Grips-Theater, der Gesamtschule, bis nun zum modernen Familienleben in der Großstadt.

Von außen betrachtet gibt es keine Verzweiflung, wieso denn auch? Die Hauptfigur und Ich-Erzählerin hat doch alles: Akademikerin, gesund, verheiratet, zwei Kinder und eine tolle Wohnung mit bodentiefen Fenstern in einem Mehrgenerationen-Gemeinschaftshaus. Das einzige Problem: Sandra, freiberufliche Journalistin, denkt zuviel nach. Analysiert sich selbst und ihre Mitmenschen die ganze Zeit. Das wurde ihr so beigebracht, reflektieren, achtsam sein, gut sein, politisch korrekt sein. Die schmerzhafte Akrobatik eines Lebensentwurfs: eine gute Mutter sein, ein guter Mensch sein, eine gute Freundin sein, eine gute Nachbarin sein, eine gute Ehefrau sein. Sandra gerät in einen Strudel, vermischt ihre eigene Biografie mit der ihrer Mutter. Und da liegt es nahe, dass das auf Dauer nicht gutgehen kann. Der Zusammenbruch, der Burn-out kündigt sich an, wird aber elegant und abgeklärt ignoriert. Sie doch nicht! Sie ist doch kein hysterisches Muttertier!

© Verbrecher Verlag

© Verbrecher Verlag

Doch wo sind die Männer? In dem Roman halten sie sich raus, auch schon seit Generationen. Halten sich lieber von Elternabenden, Hausversammlungen und dem ganzen Gefühlskram fern.
Klar, präzise und bisweilen erschreckend komsich ist der Schreibstil von Anke Stelling. Selten hat mich ein Roman in letzter Zeit derart aufgewühlt – müssen die eigenen Ideale und Wünsche wirklich zwangsläufig auf dem Spielplatz mit doofen und hysterischen Supermuttis versanden? Aber die schlimme Erkenntnis ist: mir ginge es wahrscheinlich genau so…

Ich packe meinen Koffer und nehme mit…das alte Spiel. Ich packe mir drei Paar verschiedene Schuhe, eine Stützstrumpfhose und fünf ähnlich farbene Lippenstifte ein. Wie jedes Jahr zur Buchmesse. Und eine Familienpackung acetylsalicylsäurehaltige Medikamente, weil ich jedes Mal schreckliche Kopfschmerzen von der schlechten Luft dort bekomme. Und dann rein in die Menge, her mit dem Wahnsinn! Und wie in einem Jump’n’Run- Spiel durch die Messehallen. Brennt, Füsse brennt!…Die großen Publikumsverlage kauen immer noch an Hausfrauen-Erotik und schmonzetten- ähnlichen Abklatschen von “fifty shades of grey” herum. Wenn die meinen, ist der Markt nicht schon gesättigt? Bei vielen Titeln frage ich mich sowieso immer, warum dafür Bäume sterben mussten. Und einige Monate später ladet die Auflage dann im Ramsch. Die Kurzlebigkeit von Trittbrettfahrern – schade um das gute Papier. Schade um den Baum.
Aber zum Glück gibt es auch die (kleinen) unabhängigen Verlage. So idealistische Querdenker_innen, die sich leidenschaftlich selbst ausbeuten und tolle, kritische und schöngestaltete Bücher herausbringen. Aus deren Publikationen habe ich mir aus aktuellem Anlass mein eigenes Schwerpunktpaket zusammengestellt: Kapitalismus(kritik) und Feminismus. Zwei Begriffe, die nicht aus der Mode kommen, die aber auch auf seltsame Art und Weise verwandt sind. Aber ich habe gut reden: westeuropäisch, hellhäutig, heterosexuell, aus gutem Hause. Mit vollem Bücherregal. Stop an dieser Stelle, ich muss lesen! Ich. Muss. Lesen.2015-03-21Die ausführliche Berichterstattung meiner Lektüre folgt in Kürze …

“vergiß die lieder die ich spiel/die hatten nie etwas zu tun mit dir” (Blumfeld,1994)

Jetzt also ein Buch. Ein anderes Medium, anderes Genre, warum denn nicht? Prosa kann der Herr Distelmeyer, das steht nicht zur Debatte. Ich scheue nicht, ihn mit Paul Celan zu vergleichen. Zwei Meister der assoziativen und hermetischen Rätselhaftigkeit. Die Texte sind in jede Zelle meines Gedächtnisses eingraviert, fest verankert in meinem Sprachgebrauch.
Mein Leseexemplar ließ jedoch auf sich warten, ich wurde nervös. Erste Zeitungsartikel waren schon erschienen, Freunde sprachen mich auf das Buch an und miese Rezensionen machten mich noch nervöser. Gestern dann nun die Post, passend zum Wochenende. Und hier beginnt nun der Livestream der Lektüre:

Ich gestehe, ich bin voreingenommen. Ich gestehe, es lässt sich nicht geschmeidig lesen, es hat keinen Flow, doch die Sperrigkeit ist kein gewolltes und/ oder bewusst eingesetztes Stilmittel. Zuviel Tinte im Bauch und nicht wissen, wohin damit. Die eigentliche Handlung ist trivial, schlecht erzählt (es werden viel zu viele Adjektive verwendet!), die Charaktere sind langweilige, althergebrachte Stereotypen. Es gleicht einem detailverlorenen Drehbuch für einen schlechten, deutschen Film (Heiner Lauterbach hätte die Rolle des Onkels inne, Katharina Schüttler müsste leider sich selber spielen, von dem aufgeblasenen Namedropping der Berliner Kunstszene ganz zu schweigen) voller Klischees. Jenseits des eigentlichen Plots blüht Distelmeyer dann auf – wenn es um die Odyssee und (neuere) deutsche Geschichte geht, die politische Dimension und Verantwortung der Gesellschaft. Sein kritischer Blick auf die Dinge ist bemerkenswert und präzise. Doch das Anliegen, soviel Zeitgeschehen wie nur möglich in den Roman einbauen, ist leider zum Scheitern verurteilt und macht dramaturgisch nur wenig Sinn. Mit Verlaub, er schwafelt bisweilen wie Günter Grass. Aber ist es Distelmeyer der da labert, oder ist es bloß das große Problem, das der Protagonist mit sich herumschleppt, quasi das eigentliche Symptom? So viele Geschichte zu erzählen, dass Stringenz und Glaubwürdigkeit auf der Strecke bleiben.

©Rowohlt Verlag

© Rowohlt Verlag

Tristan, der traurige Antiheld, verliert sich in diesen seitenlangen Abhandlungen, wird einem immer unsympatischer- ein Schmerzensmann, pardon “Dornenboy” eben. Ein Mann ohne Eigenschaften irrt in seiner feuilletonistischen Selbstgefälligkeit durch die weiten Strassenzüge der Hauptstadt. Gerrit Bartels vom Tagesspiegel hätte es besser nicht ausdrücken können:
“…die Nonsens- oder Diskurs-Monologe mancher Figuren ragen da schon heraus und enthalten mehr Leben als die Figuren selbst.”  Wahrscheinlich hat sich niemand im Lektorat getraut, mal einen Espresso mit ihm zu trinken und mutig und gezielt den Rotstift anzusetzen. Und das Ende ist ein typischer Fall von “Schreibblockade, aber der Verlag wird unruhig”. Schade. Zuviele Zutaten machen ein Gericht nicht unbedingt gut und schmackhafter, siehe “Saiblingscarpaccio mit Chicoree-Haselnusssalat und Limettenvinaigrette”. Manchmal ist es eben doch besser, die Storyline wie gutbürgerliche Hausmannskost zu zubereiten.

Mein persönlicher Highlight – Jochen Distelmeyer erklärt das Geheimnis der Frauen und warum sie oft falsch verstanden werden:” Wie alle schönen und geistreichen Frauen war auch Ellen von eher unsicherem Naturell und versuchte dies mit einer Strenge zu verbergen, die ihr gelegentlich als Überheblichkeit ausgelegt wurde.”
Hach, wir vermeintlich unnahbaren Schönheiten! Verkorkste, unbeholfene Männer merkt euch das! Ich lese dann doch wieder lieber die Mumins, soeben ist Sammelband No. 7 erschienen…

“All the umbrellas in London couldn’t stop this rain/And all the dope in New York couldn’t kill this pain/And all the money in Tokyo couldn’t make me stay” (The Magnetic Fields, 1995)

Wenn es doch feinperliger Regen wäre, aber Schietwetter ist in England und in Hamburg komischerweise immer schöner, beinahe romantisch. Und Hummersuppe schmeckt auch nur am Hafen in Reykjavik, da kann kein Nobelrestaurant mithalten. Kein Orangensaft dieser Welt schmeckt so gut, wie der in Marrakesch am Djemaa el Fna. Wahrscheinlich funktionieren auf Reisen, bzw. jenseits des Alltags die Geschmacksnerven anders, ist die neuronale Verknüpfung und Sinneswahrnehmung eine Andere. Was bleibt ist gutes Brot und Butter- zumindest in deutschen Gefilden von konstanter Verlässlichkeit. Aber darf man das deutsche Butterbrot in Zeiten von hirnamputierten Pegida-Idioten noch lobpreisen? Deutsche, kauft nur deutsche Bananen! Vielleicht ist das eine Möglichkeit diesen Hohlbratzen (leider sind da auch erschreckend viele Frauen dabei) eben nicht die kulinarischen Errungenschaften des Abendlandes zu überlassen – sollen die doch alle Maggi trinken und an Eisbein und Xenophobie ersticken! Ich schmiere mir eine fette vaterlandslose Butterstulle und denke ich über das Jahr 2014 nach… und_jetztIch kann mich nicht entscheiden, ob Jens Friebe oder Wanda das beste deutschsprachige Album des Jahres veröffentlicht haben, Niels Frevert hätte diesen Titel auch verdient. Die neuen Platten von den Allah-las und Forest Fire sind auch grandios… Nöö, lass mal gut sein – das wird so nichts, dafür gibt es Spex und Intro und all die Nerds, ich präsentiere viel lieber den besten Schnaps: Ich hätte niemals gedacht, dass ich mal Tequilla mögen könnte – Der Barkeeper meines Vertrauens und Corralejo blanco haben mich eines Besseren belehrt! Danke!Und jetzt viel Spass mit dem neuen Jahr…

Nun bin ich schon ein ganzes Jahr im Exil, ich wurde überraschend herzlich aufgenommen. Was doch für tolle Menschen in diesem Moloch leben! Das macht es weniger schwierig, noch einmal so bei null anzufangen. Freunde suchen, Bars suchen, Plattenläden suchen…über meine Suche nach einem/r Friseur_in, der/die mit meinem Pony klarkommt, könnte ich einen eigenen Artikel schreiben. Aber das wäre wohl vermessen, ich habe ja sonst keine ernsthaften Probleme, ich dekadente Wohlstandsverwahrlosung! Ach Berlin, du bist wunderbar – aber dein Leitungswasser ist schrecklich verkalkt! Und momentan, wo wieder der eisige Wind durch die viel zu großen Strassen und Häuserblocks weht, bekomme ich Heimweh nach Hamburg und Fernweh nach…Bologna! Oder Wien?!

Die famose Band “Wanda” hat es mir angetan: nennen wir es Austro-Pop 2.0, Gitarrengeschrammel oder röhriger Wiener Schmäh. Falco habe ich immer schon gehasst, für Georg Kreisler jedoch eine Ausnahme gemacht. Aber das soll nichts heißen, denn diese Jünglinge beherrschen ihr Metier, kennen und verleugnen ihre Wurzeln nicht und die Songs sind unverschämt eingängig und charmant und der Tod kommt auch drin vor: “schick mir die Post schon ins Spital” und “sterben wirst du leider in Wien”, da möchte man sich betrinken, Arm in Arm mit einer Liebschaft über den Zentralfriedhof wanken…oder am Tresen versumpfen. Mir fällt diesbezüglich auch das Wort “schmissig” ein, aber ist das nicht seit zwanzig Jahren ausgestorben? Anyway, zurück zum eigentlichen Thema: Todessehnsucht, Schweinerock, a biss’l Chauvinismus, die Liebe zu Schnaps und eine unerfüllte Liebe – das war schon immer der Stoff für gute Songs. Damit kann man bedenkenlos ein (Debüt)album durchdeklinieren und das ist hier wunderbar gelungen!

© Problembär Records

© Problembär Records

Jetzt müssen die jungen Herren nur mal für ein Konzert gen Norden/Osten aufbrechen!
Ich kann nämlich momentan nicht nach Wien oder Italien durchbrennen, ich habe hier meine Verpflichtungen und ein leeres Bankkonto und kann nicht weg…Aber dafür eine Stammkneipe mit guten Schnaps!

Back in the USSR

11/11/2014

Hallo liebe Welt, da bin ich wieder. Lange hatte ich überlegt, ob diese Form der Berichterstattung noch für mich passend ist. So viel hatte sich in den Jahren verändert und es behagte mir lange nicht (mehr), mit meinem Vor- und Zunamen über diverse Suchmaschinen auffindbar zu sein…Nun habe ich entschieden:

Liebe potenzielle Arbeitgeber_Innen,

ich habe neben meiner Arbeit auch noch andere, vielseitige Interessen. Auch wenn es so erscheinen könnte – Nein, ich habe kein Alkoholproblem, ich trinke nur gerne guten Schnaps. Ich bin an “den schönen Künsten” interessiert und bemühe mich leidenschaftlich um eine gute Work-Life-Balance.
Bei weiteren Fragen stehe ich gerne jederzeit zur Verfügung, vielen Dank!

Hi, Freaks

24/03/2014

Zuerst dachte ich noch, ich hätte mich selbst und das Universum ganz wunderbar ausgetrickst, denn gewöhnlich war ich nach der Buchmesse, egal ob Leipzig oder Frankfurt, immer totkrank, hatte Migräne oder beides, oder noch schlimmer. Erst war ich nur komplett überfordert damit, in Ruhe und Stille alleine in meinem Zimmer zu sitzen, dann meldete sich das Immunsystem zu Wort. Eigentlich auch nicht weiter verwunderlich nach Tagen ohne Frischluft, einseitiger Ernährung und unbequemen Hotelbetten. Und dass dieser Artikel erst jetzt Gestalt annimmt ist der Tatsache geschuldet, dass ich viel lieber meditativ meine weiße Wand angucke, als auf den Bildschirm zu starren und Worte aneinander zu reihen. Dabei ist das ist doch endlich mal wieder ein guter und wahrer Grund, einen kleinen Bericht zu verfassen! Außerdem darf ich nun ein paar neue Bücher mein Eigen nennen, was mich auch sehr freut.
2014-03-16 21.38.11Tatsächlich könnte ich zu jedem Titel einen eigenen, kleinen Aufsatz schreiben. Wo fange ich bloß an? Beginnen wir bei “This book is Tocotronic”: ein feines DIN A5 Büchlein mit kurzen Geschichten, Gedanken und Begegnungen verschiedener AutorInnen rund um eben diese Band.
Ein Lesebuch. Das wurde auch Zeit, nach diesem schrecklichen Thees-Uhlmann-Wurstsalat, eine vielseitigere und weniger selbstverliebte Annäherung an dieses Musikphänomen zuveröffentlichen. Wir wollten doch alle mal Teil einer Jugendbewegung sein, als wir missverstanden und trotzig in Trainingsjacken durch die Provinz schlurften und von dem schönen wilden Leben in Hamburg oder Berlin träumten…Und nun, Jahre später, in der Großstadt lese ich dieses Buch und muss schmunzeln. Hi Freaks, wir sind die Generation Hamburger Schule (immerhin besser als Golf, so können wir mehr Schnaps und Bier trinken)!
Let there be rock und herzlichen Dank an den Leander Verlag für dieses famose Freiexemplar!

 

 

 

 

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