Manchmal, nach unruhigen Nächten voller Zweifel und Angst wache ich auf, trinke Kaffee und fahre den Rechner hoch…

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…und dann denke ich, dass Alles doch nicht so gräßlich und beklemmend und doof  ist…Einfach nur wegen so eines Photos…Danke!

Ach, immer diese Exsesse!Und leider auch immer wieder… ich erwachte mit einen Kater, als würde ein fetter Garfield auf meinem Kopf sitzen und an meinen Schläfen kratzen. Von meinem pelzigen Hals und knarzigen Tom Waits-Stimme ganz zu schweigen. Aber ein romatisches Frühstück im Regen hilft bekanntlich gegen Alles.

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Sich so feinsinnig die Wampe voll zuschlagen ist  eine weitere Kernkompetenz der Ostwestfalen-Streetstyle-Vereinigung, die eines Tages vielleicht doch noch die Weltherrschaft übernehmen wird… und weil wir so viel gegessen haben, scheint jetzt auch wieder die Sonne!

Jochen bei Dieter

22/04/2013

Jetzt ist alles vorbei. Willkommen im schlimmster Mainstream- pauschal nach Sodom. Oder noch viel schlimmer. Oder einfach die Wirklichkeit…What have they done to my song? Aua! Noch mehr Phantomschmerzen!

http://www.clipfish.de/special/dsds/video/3949417/susan-albers-singt-tausend-traenen-tief-von-blumfeld-dsds-6-mottoshow/

Eigentlich schien alles ganz wunderbar. Sonntags mit Freunden sich im alten Lieblingscafé treffen. Die Sonne scheint, das neue Shirt wird zum ersten Mal ausgeführt, der Wintermantel weggelassen. Die Sonnenbrille ist vorsichtshalber auch mit von der Partie.
Danach noch eine Runde flanieren, durchs Viertel, vielleicht auch in den Park. Der obligatorische Sonntagsspaziergang. Dann die Idee: Lasst uns am Kiosk Naschis kaufen!Eine gemischte Tüte! Wie früher am Büdchen im Schwimmbad! Vermeintlich eine grandiose Idee, doch als ich den Laden betrete und mir ein Überblick über das Angebote mache, durchfährt mich ein dumpfes Gefühl, ein komischer Schmerz. Ungefähr so, wie eine alte Flamme jetzt mit Ehefrau und Kinderwagen auf der Strasse zu treffen.
Nee, anders schlimm – weil einem plötzlich klar wird, was man vermisst…vertrieben aus dem Paradies.
In meinem Fall: die Nammibarinn. Und wer jemals in Island war, wird mich verstehen: 50 m² Ladenfläche mit einer unglaublichen Auswahl an Weingummi, Schoko, Knisterbrause, Lakritze und anderen beinahe anrüchigen Süßwaren. Und da stehe ich nun in der Schanze, mit meiner ollen Papiertüte mit ein paar trostlosen Gummitierchen und könnte heulen…
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Maggie T.

08/04/2013

Mein Ex-Freund hat mich manchmal mit Margaret Thatcher verglichen. Aber das lag wohl mehr an meinem bieder-konservativen Kleidungstil, der (zugegeben) für eine junge Frau eher ungewöhnlich war/ist. Denn ich habe immerhin keinen Krieg angezettelt, keinen armen Arbeiterkindern die kostenlose Milch in der Schulpause weggekürzt und glaube bis heute an die Gesellschaft als wichtiges politisches Konstrukt – doch eines habe ich von Margaret Thatcher gelernt und zwar laut seine Handtasche auf den Tisch zu knallen, um seine beschränkte Kompromissbereitschaft anschaulich zu demonstrieren. Und meine Lieblingsschuhe mit Keilabsatz aus Wildleder hat der Fabrikant auch nach ihr benannt…Trotzdem weine ich heute nicht und viele haben sich sehr lange auf diesen Tag gefreut und sogar Songs darüber geschrieben:

Ich werde morgen meine blauen Wildlederpumps anziehen und bei dem kleinsten Streit mit meiner Handtasche um mich schmeißen!

Wahnsinn, Alltag und Schneereste- Ich will nie wieder über das Wetter reden: sogar auf meiner Fensterbank war es so kalt, daß kein Pfänzchen gedeihen wollte, was aber auch an den schlechtisolierten Fenstern liegen könnte. Oder an meinem schwarzen Daumen. Der neue Trendsport ” urbanes Gärtnern” muss dann wohl leider weiterhin ohne mich auskommen. Bei mir wachsen nur Kartoffeln-  und was das über meine Aura aussagt…ich will es garnicht wissen!

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Und solange mein Zitronenbasilikum nicht wuchert, schlage ich in verqualmten Bars Wurzeln und freue mich auf die Dokfilmwoche, wo ich auch dieses Jahr wieder mit einer maroden Anlage, von mir liebevoll “russischer Jumbojet” genannt, auflegen werde…Immerhin das kann ich gut!

Es gibt ja inzwischen für Alles und Jeden einen Tag: Bier, Frauen, Pinguine und der Geburtstag von Jesus…und jetzt sind auch endlich mal die kleinen, coolen, unabhängigen Verlage dran! Verlage, die nicht auf dieser miesen Pornowelle mitreiten oder mit Vampiren  ihr Geld verdienen. Es gibt erfreulicherweise noch ein paar Idealisten die gute Stories, gutes Papier, schöne Typo und Aussstattung wertschätzen. Und diese Leute gilt es zu unterstützen: Kauft am 23. März ein Buch von einem unabhängigen Verlag, kauft es (wenn möglich) in einer kleinen, coolen Buchhandlung, die konnten das schon immer genau so schnell und noch viel schöner als Amazon. Und tut das dann auch kund, zum Beispiel über soziale Netzwerke. So einfach geht das. So einfach kann man zu den Guten gehören. Und wenn ihr keine unabhängigen Verlage kennt, hier eine kleine Hilfestellung:

www.kurt-wolff-stiftung.de

www.indiebookday.de

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…und ausgedacht hat sich das übrigens der tolle Mairisch-Verlag aus Hamburg:

http://www.mairisch.de

Pah, den ganzen Vormittag Werbetexte für fragwürdige Porno-Hörbücher verfasst. Und die letzten Tage mal eben 100 Promo-CDs gebastelt… Ich muss mich mal entgiften – mit Kräutertee und Rohkost…damit ich mich wiederein bisschen normaler fühle!

Neulich meinte mein Neffe, er würde sich nicht so sehr auf seine Einschulung freuen, weil er ja dann immer früh aufstehen müsse. Wie wahr! Oh Gott, wie realistisch kann so ein kleines Kind bloß sein! Ich war zuerst sprachlos und gerührt, dann entgegnete ich, man müsse eben jeden Tag etwas Schönes machen, um sich für das frühe Aufstehen zu belohnen… Eine große Belohnung ist zum Beispiel die Tatsache, dass man im Literaturhaus bis 18:00 ausgiebigst und in schönster Caféhausatmosphäre frühstücken kann (nachdem man ausgeschlafen hat)! Das ist fast so gut wie mit meinem Neffen Schlumpfeis esssen! Aber für Schlumpfeis muss erst wieder Sommer werden…und dann Schwanentretboot fahren! Wie oft muss ich noch früh aufstehen, dass es endlich soweit ist?

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Möge das kleine Gespenst für ihn ein Lied singen und Wachtmeister Dimpfelmoser ihn beschützen! Ich danke für die schönsten Bücher meiner Kindheit! Auch wenn man sich bei der kleinen Hexe als ‘Neger” verkleidet…an dieser Stelle empfehle ich die Pressemitteilung des Thienemann Verlags zu lesen:
http://cms.thienemann.de/index.php?option=com_content&view=article&id=632:erklaerung-zur-modernisierung&catid=15:news-artikel&Itemid=29

Ansonsten ist dieser Artikel ganz wunderbar:

http://www.mainpost.de/ueberregional/politik/topstory/Extra-Das-kleine-Preussler-ABC;art104,7310880

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